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Zur Geschichte vom Schloss Kromsdorf
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1580 ließ Georg Albrecht von Kromsdorf das Schloss errichten,
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den heutigen Mittelbau des Gebäudes.
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1646 kaufte die kursächsische Hofmeisterin Anna Magdalena v. Weidenbach,
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geb. von Kromsdorf, den Besitz für 4000 Gulden.
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3200 Gulden davon bezahlte ihr Schwiegersohn, Caspar Cornelius de Mortaigne.
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1666 übernahm dessen Sohn Johann Theodor de Mortaigne, schwedischer Oberleutnant,
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späterer Kurmainzerischer Kriegsrat und Kommandant von Erfurt, zuletzt kaiserlicher
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Generalwachtmeister während der Türkenkriege in Ungarn, das Schloss.
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In dieser Zeit begann die 2. wichtige Bauperiode. Durch Anbau am West- und Ostflügel
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wurde der Hauptbau vergrößert und erhielt sein heutiges Aussehen.
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1668 wurde im Giebelfeld des Turmportals das Wappen der Herren von Kromsdorf
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heraus gebrochen und durch das Vereinigungswappen derer von Mortaigne ersetzt.
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Über dem Wappen befindet sich eine Büste des Schlosserbauers Georg Albrecht v. Kromsdorf.
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In dieser Zeit wurde auch die Mauer des Schlossparks mit seinen 64 Nischen errichtet
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und mit der Anfertigung der heute noch erhaltenen Büsten begonnen.
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1691 stirbt Johann Theodor de Mortaigne in der Festung Szegedin.
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Daraufhin musste seine Witwe den Kromsdorfer Besitz veräußern.
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8.3.1692 Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen- Weimar kauft das hochverschuldete Anwesen.
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1699 wurde ein Garten mit 150 Fasanen und 15 Welschhühnern auf dem Gelände des
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heutigen Sportplatzes angelegt.
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1707-1729 machte Herzog Wilhelm Ernst das Schloss zum Sitz des Amtes Kromsdorf.
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1765 wurde durch den Pächter des Schlosses der Antrag auf Abbruch des
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Orangeriehauses bei der Herzogin Anna Amalia gestellt.
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Das Anwesen wurde unter Carl August stark vernachlässigt.
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Und nur weil Goethe am 26.Dezember 1776 hier verweilte, wurde es auch nicht besser.
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1806 zerstörten französische Soldaten nach der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt
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die Parkanlage und plünderten das Schlossinnere.
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1830-33 Großherzog Carl Friedrich von Sachsen- Weimar nahm sich des Schlosses an
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und ließ es wieder renovieren.
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Ein Großteil des heute vorhandenen Baumbestandes ist auf ihn zurückzuführen.
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Seine Gemahlin Maria Pawlowna, Großfürstin von Russland, plante auch den heutigen
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Promenadenweg von Tiefurt nach Kromsdorf.
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1859 gründete sie im Schloss das „Carl- Friedrich Damenstift“, welches bis 1882 bestand,
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allerdings von nur 4 Damen genutzt wurde.
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1905 kaufte Kammerherr Erich von Conta das Schloss mit Gut.
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Das Wirtschaftsgebäude wurde abgerissen und eine neue Kutschenremise nebst
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Pferdestall errichtet (heutige Kreisbibliothek).
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Er unterhielt die vorhandene Bausubstanz und richtete im Erdgeschoß des Schlosses den
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so genannten Rittersaal, bzw. Jagdhalle, anstelle der vorhandenen kleinen Räume ein.
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1906 wird das Schloss an die bereits seit 1888 durch Großkromsdorf führende Apoldaer
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Wasserleitung angeschlossen.
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1907 ließ Herr von Conta zur Stromversorgung in der Schlossmühle (ehemalige
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Obermühle) ein Elektrizitätswerk einbauen.
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Im April 1945 wurde das Schloss Kromsdorf von amerikanischen Truppen besetzt.
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1946 kamen 10 Flüchtlingsfamilien mit insgesamt 32 Personen im Schloss unter.
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1949 wurde im Gärtnerhäuschen ein Kindergarten mit 20 Plätzen eingerichtet.
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1969 erwarb die Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar
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(heutige Bauhaus-Universität) das Anwesen von der Gemeinde Kromsdorf.
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1982 zogen 18 Studenten ins Schloss ein mit der Aufgabe, den baulichen Verfall des
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Gebäudes aufzuhalten.
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1988 wurde die vorhandene Schlosskapelle zur Theaternutzung umgebaut und wird bis
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heute noch bespielt, sowie für andere kulturelle Zwecke genutzt.
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1990 erwarb die Gemeinde das Schloss zurück und richtete im Obergeschoß die
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Gemeindeverwaltung ein. Seitdem finden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen zur
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Wiederherstellung des gesamten Schlosskomplexes statt.
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Die Anlage Schloss Kromsdorf wird derzeit durch die Gemeindverwaltung Kromsdorf, das
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Thüringer Filmbüro e.V., die Maria Pawlowna Gesellschaft e.V., die Kreisbibliothek,
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das Kinderhaus Schloss Kromsdorf kreativ e.V., sowie dem “Schlosswirt” genutzt.
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